Geschichtliches über die Tätowierkunst

Die Endeckung der Tätowierung! Schon vor vielen tausend Jahren haben sich solche unbeabsichtigten Tattoo-Unfälle in verschiedenen Variationen unter den Menschen der Steinzeit ereignet. Einem Mann fällt die Knochenahle, die er zum Durchstechen von Fellen benutzt, in die Asche seiner Feuerstelle. Als er das spitze Werkzeug aus der Asche nehmen will, sticht er sich an der verschmutzten Spitze; genau wie bei dem Schüler, der sich an seinem Schreibgerät verletzt, bleibt ein schwarzer Punkt in der Haut zurück.Einen anderen Steinzeitmenschen plagen arge Schmerzen im Knie. Der Medizinmann hat eine Paste aus schmerzlindernden Kräutern, die er ihm auf das entzündete Gelenk streichen kann. Damit die Kräuter besser wirken, ritzt der Medizinmann die Haut des Mannes um das Knie herum an, bevor er die Paste einreibt. Die Schmerzen werden besser, doch von den Farbstoffen der Pflanzenpaste bleiben Striche zurück, dort wo der Medizinmann die Haut geritzt hat.

Das sind nur zwei von unendlich vielen Möglichkeiten, wie Menschen erkannt haben können, daß man die eigene Haut dauerhaft einfärben kann. Genau so vielfältig wie die Art, Tätowierungen zu »entdecken«, waren auch die ersten Anwendungen von Tätowierungen. Der Mann mit der Steinahle wird sich vielleicht aus Neugier oder reinem Spaß am neu Entdeckten noch weitere Asche-Punkte in die Haut gestochen haben, um sich zu verzieren. Andere Menschen erkannten, daß die schwarzen Zeichen durch Heilbehandlungen wie die oben beschriebene oder auch durch Akupunktur mit verschmutzten Werkzeugen entstanden, und schrieben nicht nur der Behandlung selbst, sondern auch den in der Haut verbleibenden Strichen und Punkten heilende und schützende Wirkung zu. Die mit sehr einfachen Tätowierungen (Kreuze und kurze Striche) versehenen Körperstellen der in Südtirol gefundenen Gletscher-Mumie »Ötzi« stimmen beispielsweise mit Akupunkturpunkten überein, die auf die von Arthrose befallenen Gelenken des Gletschermannes wirkten. Auch unsere Vorahnen waren nachweislich tätowiert. Es handelte sich meist um Ritualtätowierungen sowie Statussymbole und Stammes und Kasten(Gruppierungen) Zugehörigkeitszeichen.
EIN TATTOO MUSS MAN SICH VERDIENEN !!!!!!!!!!!!!!

Im Laufe der Jahrtausende verfeinerten sich die Techniken des Tätowierens. Es wurden spezielle Geräte und Werkzeuge für diesen Zweck entwickelt und man fand heraus, welche Farbstoffe sich am besten zum Tätowieren eignen. Solltest Du Dich für mehr Infos der Geschichte interesieren so stehen wirgerne zur Verfügung.