Das Grundprinzip ist bei allen Tätowiertechniken dieselbe: Die Haut muß verletzt werden, und es muß Farbe in die Haut eingebracht werden. Bei den meisten Völkern hat sich das Stechen von Tätowierungen
durchgesetzt, da es die exaktesten Muster zuläßt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Haut mit einem Messer zu ritzen um anschließend Farbe einzureiben oder einen in Farbe getränkten Faden mit einer Nadel unter der Haut durchzuziehen, wie es die Inuit im Norden Alaskas praktizierten.

Traditionelles Tätowieren in Thailand, Borneo und Japan:

Hand-Tattoos und die verschiedenen Techniken! In vielen Kulturen wird das Tätowiermuster mit einer Art kleiner Hacke in die Haut geklopft. Das eigentliche Tätowierwerkzeug besteht aus einem Stab, an dem vorne ein spitzer Gegenstand im rechten Winkel befestigt ist. Bei den Stämmen Borneos sind das Nadeln oder auch Pflanzendorne, auf Samoa finden hier teilweise recht breite, spitz zugeschliffene Kämme aus
Schildkrötenpanzern Verwendung. Mittels eines weiteren Stockes wird die kleine Hacke entlang des Tattoo-Musters in die Haut geschlagen. In anderen Kulturen verwendet man verschiedenste Arten von Sticheln zum Tätowieren. In Thailand bringen Mönche buddhistische Tätowierungen mit langen, zugespitzten Stäben an. In Japan sind die Stichel etwas kürzer, je nach Tätowierer variiert die Länge der Werkzeuge, die ähnlich wie ein Billardqueue gehandhabt werden, zwischen 20 und 30 Zentimetern. Hierzulande bedienten sich Seeleute oft einfacher Nähnadeln, um sich Motive wie Kreuz, Herz und Anker für »Glaube, Liebe, Hoffnung« in die Arme zu »stippeln«, wie diese Art von Tätowieren genannt wurde.

Die Erfindung der Tattoo-Maschine

Im Zeitalter der Entdeckungen und Erfindungen konnte schließlich auch die Entwicklung einer elektrischen Tätowiermaschine nicht ausbleiben. Thomas Edison hatte den Vorläufer einer Tattoo-Maschine, seinen »Stencil Pen« von 1877, ursprünglich als Gravurgerät konzipiert. Erst einige Jahre später entwickelte Samuel F. O¹Reilly ein Gerät, das am achten Dezember 1891 als »Tattooing Machine« patentiert wurde.
Archaisch: Die erste Tattoomaschine. Patentzeichnung von Samuel F. O'Reilly In den letzten Jahrzehnten hat sich Aussehen und Funktionsweise der »Tattoo-Guns« kaum verändert. Die meisten heutzutage gebräuchlichen Tätowiermaschinen funktionieren im Prinzip genau wie eine altmodische Türklingel. Durch Elektromagnetismus, erzeugt von zwei Spulen, wird bei der Türklingel ein Klöppel in rascher Abfolge auf einen kleinen Gong gehauen, und es entsteht das uns allen noch aus Schulzeiten vertraute Klingelgeräusch. Bei der Tätowiermaschine ist es dagegen kein Klöppel, der auf- und abbewegt wird, sondern eine Stange an deren Ende die Tätowiernadeln angelötet sind. Je nach Maschine und Tätowiertechnik (Linien, Schattierungen) bewegt sich die Nadelstange einige hundert bis mehrere tausend Mal auf und ab. Durch diese schnelle Auf- und Abbewegung der Nadeln kann die Tätowiermaschine ähnlich einem Kugelschreiber oder Buntstift über die Haut gezogen werden. Beim Tätowieren wird übrigens entgegen eines weit verbreiteten Irrglaubens keine Hohlnadel benutzt, durch die die Farbe in die Haut fließt, vielmehr wird die Farbflüssigkeit durch Kapillarwirkung zwischen mehreren sehr feinen Nadeln gehalten, die am Ende der Nadelstange
angelötet sind.

Haltbarkeit

Warum bleiben die Farbpigmente dauerhaft in der Haut? Wie kommt es aber, daß die Tätowierfarbe nicht im Zuge der Heilung wieder vom Körper abgestoßen wird, sondern sichtbar zurückbleibt? Tatsächlich wird
wirklich ein großer Teil der Farbe mit dem Wundschorf, der sich nach einigen Tagen bildet, wieder vom Körper ausgeschieden. Viele, die sich zum ersten Mal tätowieren lassen, befürchten in dieser Phase der Heilung, daß ihr Tattoo sich komplett abpellt. Aber keine Angst, es bleibt genug Farbe in der Haut zurück, um das Motiv deutlich hervortreten zu lassen. Ein Schnitt durch die Haut: Tätowierpigmente werden in den Fibroplasten der mittleren Hautschicht, der Dermis, eingelagert. Beim professionellen Tätowieren gelangt die Farbe entlang der einstechenden Nadel in zwei der drei Hautschichten des Menschen; in die Oberhaut, die sog. Epidermis, und in die darunterliegende Lederhaut, die Dermis oder auch Cutis. Sticht ein Tätowierer zu tief, in die Unterhaut (Subcutis), so kommt es durch die stärkere Durchblutung dieser dritten Hautschicht zu häßlichen Verläufen, die sich als blau-grüne Schatten neben der eigentlichen Linie abzeichnen und für Laientätowierungen typisch sind. Die Farbpigmente, die später als Tätowierung erkennbar sind, werden ausschließlich in der mittleren Hautschicht eingelagert, und zwar im Zelltyp der Fibroplasten. Die Farbpartikel, die zwangsläufig auch in die obere Hautschicht gelangen, werden zum Teil mit dem Wundschorf abgestoßen, teilweise mit der Regeneration der Epidermis ausgeschieden. Die Epidermis erneuert sich ständig und bildet sich innerhalb von vier Wochen komplett neu. Auf diese Weise verschwinden auch Henna-Bemalungen, deren Farbstoff lediglich in die oberste Hornschicht der Epidermis eindringt, nach spätestens vier Wochen völlig. Von vielen Kosmetik-Studios, die sogenannte Bio- oder auch Temptoos anbieten, wird behauptet, daß diese Bilder, die nach einigen Jahren wieder verschwinden sollen, lediglich in die Oberhaut, also die Epidermis, gestochen werden. Doch würden die Farbpigmente dieser Kosmetik-Tattoos tatsächlich nur die Oberhaut einfärben, müßten sie mit der natürlichen Regeneration der Epidermis nach einem Monat wieder verschwunden sein. Alles, was länger als einen Monat deutlich sichtbar in der Haut zurückbleibt, liegt also in der Dermis und wird dort dauerhaft eingelagert.

Können Tätowierungen wieder verschwinden?

Ist es also völlig unmöglich, daß Tattoos verschwinden? Nicht ganz, denn durch Laser-Bestrahlung ist es möglich, Farbpartikel wieder aus den Zellen zu »sprengen« in die sie zuvor eingelagert waren; die Zellbruchstücke und die Farbpigmente werden dann durch die Blutbahn sowie durch das Lymphsystem abtransportiert. Die Tätowierung verschwindet somit, in den Lymphknoten bleiben aber - natürlich von außen nicht sichtbar - ein Leben lang Pigmentrückstände nachweisbar. Aus diesem Grund ist es auch nicht ratsam, eine Tätowierung im Falle einer (heutzutage sehr seltenen) Allergie gegen bestimmte Tattoo-Farben weglasern zu lassen, denn die Allergie auslösenden Stoffe verbleiben bei dieser Methode im Körper, wo sie weiterhin allergische Beschwerden verursachen können. Aber tatsächlich gibt es Fälle, in denen unter bestimmten Umständen im Laufe einiger Jahre tätowierte Hautstellen auch ohne Laserbehandlung wieder vollständig ihren ursprünglichen, natürlichen Hautton zurückgewinnen. Das passiert, wenn Tattoofarben minderer Qualität zum Einsatz kommen, die unter intensiver UV-Einwirkung, also durch Sonnenlicht, ausbleichen. Bei manchen älteren Tätowierten, die sich vor Jahrzehnten flammend rote Tattoos auf die Unterarme stechen ließen, ist heutzutage kaum noch etwas von der roten Farbe zu sehen. Allerdings verschwinden die Farben bei diesem Prozeß des Ausbleichens nicht gleichmäßig, und es läßt sich auch unmöglich vorhersagen, innerhalb welcher Zeit ein derart sonnenbestrahltes Tattoo bis zu welchem Grad ausbleicht. Es verblassen dabei, wenn überhaupt, auch nur bestimmte Farben wie Rot oder Gelb völlig. Zwar verliert auch Schwarz durch UV-Licht über lange Zeiträume an Intensität, völlig verschwindet es aber nie. Auch an gut gestochenen Tattoos, bei denen qualitativ hochwertige Farben zum Einsatz kommen, nagt bis zu einem gewissen Grad der Zahn der Zeit. Direkt nach dem Stechen und auch nachdem der letzte Schorf abgefallen ist, scheinen einige Tattoos vor Farbintensität regelrecht zu leuchten, doch daß die oft
sehr intensiven Farben und das tiefe Schwarz besonders in den ersten Monaten um einige Nuancen blasser werden, läßt sich nicht vermeiden. Wie gut sich das Tattoo darüber hinaus »hält«, liegt zu einem großen Teil an der Pflege; wer UV-Licht meidet oder zumindest seine Tätowierung beim Sonnenbaden mit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor oder Sunblocker schützt, wird auch in Jahren und Jahrzehnten noch Freude an seinem Tattoo haben.

Im Duden steht folgendes :
TAT|TOO [te´tu:] der od. das; -s, -s;|Tätowierung
tä|to|wie|ren : Muster od. Zeichnung mit Farbstoffen in
die Haut einritzen.

Tä|to|wie|rung die; -, -en: 1. das Tätowieren, 2. auf die Haut tätowierte
Zeichnung.
Wer Interesse hat, kann sich hier etwas eingehender über die Haut und die
Hauttypen informieren. Es soll etwas Einblick geben, in die Funktionsweise
beim Piercen & Tätowieren.

Farben

wir von Hot Needles © Tattoo bringen es nun zusammen mit 6 Tätowierern auf über 80 Jahre Erfahrung im Tätowierbereich. Es ist uns gelungen eine Farbe zur Serienreife zu bringen, die kompromisslos auf unsere Bedürfnisse als Tätowierer zugeschnitten ist. Unser Ziel war es eine Farbe zu entwickeln mit der einfaches, effektives arbeiten möglich ist. Natürlich ist eine schnelle Abheilung gewährleistet. 

Die Anforderungen der einzelnen Tätowierer und ihren Stilrichtungen an eine Tätowierfarbe veranlasste uns eine Farbe zu entwickelt die das gesamte Spektrum der verschiedenen Stilrichtungen abdecken kann. Desweiteren stellte sich die Aufgabe das die Tattoo Farbe von ihren Fließeigenschaften sowohl für langsames als auch für schnelles arbeiten geeignet sein musste.

In der letzten Entwicklungsphase von Hot Needles Ink haben wir auch die Erfahrungen anderer Tätowierer verschiedenster Stilrichtungen gesammelt und diese mit in die Farbe einfließen lassen. So entstand eine Tätowierfarbe die allen Ansprüchen eines Tattooartisten gerecht wird.

 

Hot Needles Ink © ist ein Markenprodukt.

 

 

Fünfzehn gute Gründe für unsere Farben:

 

  • High-Performance-Pigmente europäischer Hersteller 
    Die Herstellung aus hochreinen High-Performance-Pigmenten des führenden Europäischen Pigmentherstellers garantiert beste Rohstoffe und Sicherheit von Anfang an. Die Pigmente besitzen eine exzellente Lichtbeständigkeit und eine brilliante Farbechtheit.
  • AZO sicher
    Hergestellt unter Verzicht auf bedenkliche AZO-Farbstoffe entsprechend der Europaratsresolution ResAP(2008)1. Unsere Pigmente können keine krebserzeugenden Aromatische Amine abspalten und jede Charge wird auf mögliche Verunreinigungen aus der Produktion oder dem Transport entstehen können. Wir verlassen uns nicht allein auf die Zertifikate des Zulieferers sondern lassen jede Lieferung bei CTL Bielefeld testen.
  • Schwermetall getestet
    Neben der Vorgaben des Europarates testen wir freiwillig noch die Schwermetalle nach den strengen Kalifornischen Regelungen für Tätowierfarben und werten insgesamt 18 verschiedene Parameter aus. Je häufiger Allergien in unserer modernen Welt werden, um so bedeutender ist es, Schwermetalle weitestgehend zu vermeiden. Unsere Farben gehören hier zu den Besten weltweit.
  • PAK frei
    Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind krebserzeugend und dürfen in Tätowierfarben nicht enthalten sein. Diese sind in gewöhnlichen Zeichentuschen und vielen schwarzen Tätowierfarben enthalten – nicht bei uns. Wir verwenden ausschließlich Qualitätsruße deutscher Hersteller die garantiert PAK frei sind. Uns geht Sicherheit vor Profit, auch wenn unsere Rohstoffe ein vielfaches der technischen Qualitäten kosten!
  • NDELA getested
    Nitrosodiethanolamin (NDELA) wurde durch die Schweizer Behörden als toxisches Produkt zahlreicher Tätowierfarben identifiziert. Es versteht sich von selbst, dass unsere Farben permanent auf NDELA nach den Schweizer Methoden getested werden.
  • Steril
    Unsere Farben werden unter Vakuum gemischt und unter Luftausschluss dispergiert um Verunreinigungen zu vermeiden. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen werden sie danach noch mit Gammastrahlen sterilisiert. 
  • Konservierungsmittelfrei
    Immer mehr Menschen reagieren allergisch auf Konservierungsmittel, aus diesem Grund verzichten wir vollständig auf deren Einsatz.
  • Rohstoffgetested
    Wir verarbeiten ausschließlich beste getestete Rohstoffqualitäten und lassen entsprechend unserem eigenen Rohstoffmanagement noch weitere Tests durch unabhängige Labore durchführen.
  • Kosmetisch-pharmazeutisches Dispersionsmittel
    Unser Dispersionsmittel wird ausschließlich aus kosmetischen und pharmazeutischen Rohstoffen hergestellt. Den Einsatz minderwertiger technischer Produkte zur Kosteneinsparung lehnen wir konsequent ab.

  • Vegan
    Unsere Farben sind vollständig aus veganen Rohstoffen gefertigt. Tierversuche lehnen wir grundsätzlich ab und wurden von uns nicht durchgeführt. Auch unsere schwarzen Farbtöne und Sumi sind ohne tierisches Schellack gefertigt.
  • „easy-flow“ Technologie – leichter in die Haut
    Das Trägersystem unserer Pigmente ist dünnflüssig mit einer geringen Oberflächenspannung, hierdurch wird die Farbe unter Ausnutzung des Kapilareffektes optimal von der Nadel aufgenommen und in die Haut transportiert. Diese „easy-flow“ Technologie ermöglicht ein sehr schnelles und effektives Arbeiten bei minimaler Verletzung der Haut.
  • „advanced skin sealing“ Technologie – mehr in der Haut
    Schon heute gibt es Farben die die Haut beim Arbeiten versiegeln. Durch umfassende Tests über Monate hinweg ist es uns gelungen einen Poren schließenden Effekt zu entwickeln, der die Poren optimal verschließt und ein Ausbluten der Farbe verhindert. Dadurch bleibt von Anfang an mehr Farbe in der Haut.
  • „narrow-band-dispersion“ Technologie – besser in der Haut
    Pigmente werden mit Korngrößen von 0,1 µm – 50 µm ausgeliefert. Bei manchen Farben kann man diese Körner sogar noch spüren. Je größer diese Körner sind, um so schlechter lassen sie sich verarbeiten, der Körper selbst nimmt sie als Fremdkörper wahr und stößt sie ab. Sind die Körner zu klein, werden sie über das lymphatische System abgebaut und die Farbe hält nicht. Die optimale Korngröße liegt bei 2 µm. Wir setzen darum auf eine „narrow-band-dispersion“. Unsere Farben sind auf den Pigmentgrößenbereich von 0,5 µm bis 5,0 µm optimiert und sind fast vollständig in diesem engen Band. Dadurch erreichen wir eine maximale Pigmenteinlagerung in die Haut und eine extrem hohe Farbdichte. 
     
  • IT-gestützte Rezeptierung und QS System
    Um eine gleichbleibende Qualität und hohe Farbtreue zu gewährleisten, nutzen wir ein IT gestütztes Rezeptiersystem und Qualitätssicherungs(QS)-System. Unsere Farbenproduktion ist vom Einkauf über die Analytik und Produktion bis zum Verkauf vollständig dokumentiert und erreicht hier schon fast den weltweit höchsten Standard der Pharmaindustrie. Wir tun alles für die Sicherheit unserer Farben. Zu jedem unserer Farbtöne kannst du eine Farbanalyse downloaden.